Gesprächsführung – damit Dir nie mehr die Worte fehlen

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Gesprächsführung – damit Dir nie mehr die Worte fehlen

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Gesprächsführung - mit Frauen sprechen

Jeder kennt es: Blicke ins Leere, ein beklemmendes Gefühl und die peinliche Stille. Sich anzuschweigen ist ein absoluter Killer für jedes Date. Und vermutlich wirst Du diese Frau nie wieder treffen. Natürlich gibt es durchaus Momente, in jenen Worte überflüssig wären. Aber damit bei Deinem nächsten Treffen keine Funkstille herrscht, verwende gewisse Kniffe der Gesprächsführung. Werde zum wirklichen Zuhörer. Wie das geht? Wir haben uns das mal für Dich angesehen.

Grundproblem

Nachdem Du eine Frau angesprochen hast, fragst Du Dich, wie es weiter geht? “Was soll ich sagen?” hören wir oft. Viele fragen, welche Themen sie ansprechen sollen. Dabei sollte sich die Frage nicht nach dem “Was” drehen, sondern nach dem “Wie”. Du wirst es uns jetzt noch nicht glauben, aber das Gespräch wird wie von alleine laufen.

Dabei ergeben sich eine Vielzahl von Einsatzgebieten. Ungeachtet ob beim Date, im Beruf als Führungskraft oder ja sogar bei den Schwiegereltern – es existieren Methoden, die das Gespräch am Laufen halten können. Als Nebeneffekt wirst Du durch Übung in der Gesprächsführung, Deine Furcht vor Gesprächen ablegen. Keine nervösen xxx. Keine peinliche Stille.

Dir fehlt die Freude an der Kommunikation? Du sprichst ungern mit Menschen oder definierst Dich eher als Einzelgänger? Gesprächstechniken können Dir zwar helfen, Deine Ziele zu erreichen aber ein gewisses Maß an Interesse für andere Menschen wäre stark von Vorteil.

“Neugier ist der Treibstoff, der das Gespräch antreibt.”

allgemeiner Grundsatz der Kommunikation

Vorbereitung zur Gesprächsführung

Neben der Gesprächsführung solltest Du folgende Grundregeln beachten, um einen bleibenden positiven ersten Eindruck zu hinterlasse:

  • Positive innere Haltung – Sei positiv eingestimmt. Lächle. Und verströme gute Laune. Vermeide ständig zu jammern oder in negative Themen abzudriften.
  • Zeige Begeisterung – Gefühle können ansteckend sein. Reis Dein Gegenüber mit. Entführe sie in eine imaginäre spannende Welt.
  • Nicht so steif – Versuch erst gar nicht künstlich lässig zu wirken. Die eiskalten lässigen Sprüche sind etwas für James Bond und co. Mit Humor und natürlichen Lachen erreichst Du weitaus mehr.
  • Sei Du selbst – Oje, schon wieder diese Floskel? Nein, wir meinen damit, gerade Deine Imperfektion weckt Sympathie. Verschwende Deine Energie nicht damit, eine Maske aufrecht zu halten.
  • Sei aktiv – Nicht nur leere Worte. Nimm sie im richtigen Moment bei der Hand oder leiste Dir eine lustige Einlage. Unterstreiche Deine Aussagen mit Taten.
  • Sei proaktiv – Wenn möglich, informiere Dich bereits vorab über Dein Gegenüber. Damit kannst Du Dir im Vorhinein geeignete Themen für das Gespräch überlegen. Z.B. könntest Du auf dem Facebook Profil Deines Chefs seine Passion fürs Angeln entdecken.

TIPP: Vermeide Dreierdates, in welchen sie ihre beste Freundin miteinbezieht oder gleich den ganzen Freundeskreis im Schlepptau hat. Natürlich kann eine solche Konstellation funktionieren. Allerdings bedarf es Erfahrung, damit Du nicht Opfer Deiner Nervosität wirst.

Gesprächstechniken

1. W-Fragen stellen

“Wer fragt, führt das Gespräch.”

Grundsatz der Kommunikation

Das um und auf bei der Gesprächsführung! Kaum ein Tipp ist wichtiger. Solltest Du viel sprechen, KANN das Unterhaltsam sein. Aber mit Fragen wirst Du Deine Gesprächspartnerin nachhaltig beeindrucken. Aber hier erstmal die Basics:

Nutze die Macht der W-Fragen!

  • W-Frage (Was, Wer, Warum, Wieso, Wie, etc.)
    “Wie hast Du das Problem gelöst?”
    “Wenn Du berühmt wärst, Wer würdest Du sein?”
    “Welchen Sinn siehst Du in …?”
    “Warum würdest Du solch einen Typen abweisen?”
  • Keine geschlossenen Fragen (Antwortmöglichkeit Ja/Nein)
    “Bist Du öfters hier?”
    “Magst Du …?”
    “Siehst Du das genauso wie ich?”

Dann wartest Du ihre Antwort ab. Höre zu. Und angepasst darauf, stellst Du die nächste Frage!

Und so dreht sich das Rad immer weiter und weiter. Klingt einfach? Aber funktioniert tatsächlich! Dabei müssen die Fragen gar nicht erst ausschweifend formuliert werden. Ehrlich, offen und gerne auch Mal erfrischend direkt. Dabei solltest Du ein aufrichtiges Interesse an den Tag legen. Es wird Dir Spaß machen, mehr über Deinen Gegenüber zu erfahren. Und Du wirst staunen, wie gerne manche Menschen quatschen.

2. Wiederholen/Zusammenfassen

Nun gut, wiederholst Du gewisse Aussagen, outest Du Dich als guter Zuhörer. Es zeugt von Deiner Aufmerksamkeit und vermittelt Verständnis.

Aber Gesprächsführung bedeutet auch, die Essenz der Aussage zu verstehen und sich den Inhalt bestmöglich zu merken. Wiederholungen werden Deine Beliebtheit steigern, wenn Du Dir Fakten und Geschichten anderer Personen merkst und sie später danach fragst.
Bei einer Problemstellung kann eine Zusammenfassung Deinen Mitarbeiter/Kollegen helfen, selbst eine Lösung zu erarbeiten.

“Du meinst also, … ist die Lösung des Problems? Wie würdest Du es angehen?”
“Im ernst? Du hast tatsächlich … getan? Was hast Dich zu dieser verrückten Tat getrieben?”
“… so stellst Du Dir also das Paradies vor. Jetzt musst Du mir nur noch erklären, wie Du das erreichen willst?”

3. Feedback geben

Nicht im Sinne einer Kritik, sondern einfach ein Zeichen zu senden, dass Du noch bei der Sache bist. “Ja, Aha, Interessant, Wow, Spannend, etc.” in Kombination mit der passenden Mimik sind zwar Floskeln, zeigen aber Deiner Gesprächspartnerin, dass ihr Deine volle Aufmerksamkeit gebührt.

4. Aussprechen lassen

Klingt auch einfach? Ist aber tatsächlich schwieriger als Du denkst. Besonders in dem Fall, dass Dein Gesprächspartner zu ausschweifenden Erzählungen neigt. Trotzdem solltest Du ihn niemals unterbrechen. Lass sie oder ihn aussprechen, bevor Du eine neue Frage stellst.

5. Die ICH-Perspektive ablegen

Natürlich fällt Dir auf ihre Erzählung gleich die perfekte Anekdote aus Deinem Leben ein. Viele Menschen tauchen bereits im Gespräch gedanklich in ihre Traumwelt bzw. Erinnerungen ab. “Bei mir war das damals auch so…” und schon beginnen sie zu erzählen. Hin und wieder, könntest Du mit dieser Methode Eure Gemeinsamkeiten unterstreichen. In der Praxis erweckt permanent Selbstdarstellung ein Gefühl von Egoismus. Kannst Du Dich in eine Situation erinnern, in jener Dein Gegenüber nur von sich gesprochen hat und Dir niemals eine Frage stellte? Sei anders und Du wirst von anderen Personen viel mehr erhalten, als nur ihre Aufmerksamkeit.

WICHTIG und als 6. Regel zu betrachten: Sei kein Therapeut!
Höre zu aber urteile nicht. Versuche auch keine Lösungen zu finden. Die Menschen wollen gehört werden und brauchen niemanden der ihnen den Spiegel vorhält, was eigentlich schiefläuft. Verständnis und Anerkennung sind der Schlüssel zum Erfolg.

Allgemeine Grundregeln der Gesprächsführung

Sei ein aktiver Zuhörer – Stelle Fragen und versuch aufmerksam der Antwort zu folgen.

Denk Dir ausgefallene Fragen aus – Besonders bei Dates hebst Du Dich mit Cleverness und Charme von der Masse ab. Frage nach/Erzähle vom letzten Abenteuer, größten Wunsch, etc.

Sei ein Beobachter – nimm die Umgebung, andere Menschen, das Verhalten Deiner Partnerin, usw. bewusst wahr. Du kannst darauf reagieren und Gespräche aufbauen.

Lass Taten folgen – Wie erwähnt: ergibt sich die Chance, unternimm etwas. Wage einen Schuss an der Schießbude, wirf den Ball der Kinder zurück oder trau Dich rumzualbern.

Beachte Unterschiedliche Gesprächskulturen – In jeder Kultur wird Kommunikation anders gelebt. Der Italiener fuchtelt mit seinen Händen, der Amerikaner steht auf Small Talk und der Japaner bevorzugt es distanziert. Versuch nicht auf Vorurteile reinzufallen aber beachte, dass bereits jeder Mensch unterschiedlich kommuniziert.

Kritik nur wenn es angebracht ist – Kein Mensch liebt es, kritisiert zu werden. Zeige Einfühlungsvermögen und vermeide, belehrend zu wirken. Sollte sich jemand Dir öffnen, solltest Du das gewonnen Vertrauen nicht aufs Spiel setzen.

TIPP: Ist eine Entscheidung gefragt. Triff sie ruhig. Es mag als zuvorkommend gelten, wenn Du der Frau die Entscheidung überlässt. Aber in Wirklichkeit wird es nach wie vor von Frauen als anziehend empfunden, wenn Du den Wein oder die nächste Lokation auswählst. Natürlich besinnst Du Dich darauf, was ihr gefallen könnte.
Willst Du sie trotzdem miteinbeziehen, formuliere die Entscheidung als Vorschlag.

Fazit – Gesprächsführung ist nicht alles

Du hast eigentlich nach einer klassischen Auswahl an Themen gesucht? Wir raten Dir – sei flexibel und beherrsche die Macht der Fragen. Gute Gesprächsführung bedingt gutes Zuhören. Dabei ergeben sich interessante Dialoge. Versprochen!

Vermutlich liest Du diesen Artikel, weil Du vor einem Date stehst. Überlege Dir zunächst in welchem Rahmen Du das Date halten willst. Der gewählte Ort beeinflusst den Gesprächsstoff und ist essentiell für die Stimmung. Dieser Grundsatz gilt übrigens auch für das Geschäftsleben. Nun gut, den Meeting Raum oder ein Podium kannst Du im Business selten selbst wählen aber sonst gilt, die Rahmenbedingungen bilden den Grundstein für den ersten Eindruck und die Gefühlslage Deines Gegenübers.

Zuletzt raten wir Dir noch: Sei aktiv! Treibe Sport, gehe auf Reisen oder Erlebe einfach etwas. Manche Menschen behaupten sogar, man sollte einmal im Leben ein Land alleine bereisen. Und warum das Ganze? Um selbst mit Geschichten und Lebenserfahrungen aufwarten zu können.

Wir sind natürlich auf Deine Erfahrungen gespannt. Hast Du Tipps für uns? Dann lass es uns am Besten in den Kommentaren wissen.

Gesprächsführung - Frau ansprechen
Und wie würdest Du sie nun ansprechen?

True Stories – Outtakes der Gesprächsführung

Diese beklemmende Stille am Esstisch bei den Schwiegereltern. Ich stand immer besonders unter Stress auf der Suche nach neuen Themen. Bis ich eines Tages darauf achtete, wie viel bei meinen eigenen Eltern zu Tisch gesprochen wird. Na gut, zugegeben sehr viel. Aber es gibt durchaus diese Momente, in welchen jeder einfach nur sein Essen genießt. Dann die Erkenntnis. Die Stille ist gar nicht peinlich, sondern einfach normal. Eine geschickte Gesprächsführung ist wohl doch nicht immer nötig.

Eines Tages im Club zündete ich ein Feuerwerk der Gesprächskunst. Einfallsreiche Fragen gepaart mit aufregenden Geschichten und ein wenig Schmeichelei. Wartete ich darauf, dass sie aktiv wurde, floss kein Wort über ihre Lippen. Warum? Hatte sie einen schlechten Tag? Vielleicht. Aber sie zeigte schlichtweg kein Interesse und empfand daher die Fragen als Verhör. Ich musste lernen, dass gute Gesprächsführung nur ein Faktor beim Dating darstellt.

Bei Kongressen oder Veranstaltung scheue ich kein Gespräch mit fremden Leuten aus aller Welt. Wie gewohnt rausche ich zügig am Small Talk (Wetter, Anfahrt, etc.) vorbei und formuliere W-Fragen, über Familie, Karriereweg oder Lebensbedingungen im Heimatland. Mein etwas tiefgreifendes Interesse stößt gerade bei englischsprachigen Mitbürgern auf wenig Gegenliebe. Ohne jetzt zu werten, scheinen sie zunächst inhaltslosen Small Talk zu präferieren. Sie brauchen Zeit “sich zu öffnen”. Wobei Südländer hingegen gerne Geschichten aus ihrer Heimat erzählen und mir schneller Vertrauen schenken. Daher die Erkenntnis: Achte auf Deinen Gesprächspartner und wann Du den Bogen überspannst.

Quellen und weitere Infos

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Wie werde ich beliebt(er)? Wenn Du Antwort auf Diese Frage suchst, wirst Du hier fündig. Ob Dir die Antwort gefallen wird, können wir Dir nicht garantiert. Denn im Grunde solltest Du ein Interesse an anderen Menschen entwickeln oder ihnen zumindest ihren Geschichten aktiv zuhören.
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Satanas Buch bewirkt vorwiegend eines - es polarisiert. Er fasst die Grundelemente der Pick-Up Szene gelungen zusammen. Dabei überlässt er Dir als Leser die Entscheidung, wie Du diese Mittel einsetzt. Eine gesunde Reflektion ist für diese Lektüre erforderlich.


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Pietro

Als Gründer und Autor hinter gentality.com schreibe ich leidenschaftlich Blogs zum Thema - Psychologie, Ökonomie und zwischenmenschliche Beziehung. Hinter unserem Handeln stecken mal mehr, mal weniger komplizierte Beweggründe. Sie zu verstehen, kann unsere Sicht auf die Dinge verändern und unseren Handlungsspielraum erweitert. Wer die Welt versteht, kann bewusst auf seine Umwelt reagieren.

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