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Mrs. Bad – sie spielt mit Dir? – Gefangen in der emotionalen Abhängigkeit

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Mrs. Bad – sie spielt mit Dir? – Gefangen in der emotionalen Abhängigkeit

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Emotionale Abhängigkeit - Frau hat Mann fest im Griff

Du liest ihr praktisch jeden Wunsch von den Lippen? Aber was Du auch unternimmst, irgendwie ist nichts gut genug? Du wanderst in einer emotionalen Wüstenlandschaft. Durstig nach Anerkennung und Zuneigung. Aber die rettende Oase vor Deinen Augen entpuppt sich ständig nur als Fata Morgana. Dabei fühlst Du Dich kraftlos. Ja manchmal sogar hilflos. Im selben Moment befindest Du Dich in Himmel und Hölle. Dieser Zustand könnte auf eine emotionale Abhängigkeit hindeuten. So viel vorweg: Mach, dass Du da raus kommst, ehe es Dich für immer zerfrisst!

Bist Du in der emotionalen Abhängigkeit gefangen?

Zunächst wissen viele Menschen gar nicht, dass sie sich fest im Griff einer emotionalen Abhängigkeit befinden. Die Beziehung läuft gut. Es fallen keine Beleidigungen und der Partner bildet das Zentrum des Lebens. Doch was passiert, wenn diese Bezugsperson auf einmal fehlt? Auch in guten Zeiten, solltest Du Dir Deiner Situation bewusst sein.

Oder hast Du bereits erkannt, dass Eure Beziehung nur einseitig befeuert wird? Du gibst, der andere nimmt? Aber selbst ein einfaches “Danke” wäre zu viel verlangt. Denn es ist ja selbstverständlich, dass Du Dich um alles kümmerst. Dafür darfst Du Dich ja in ihrem Antlitz baden. Eine unbefriedigende Situation. Eine unglückliche Beziehung. Dabei ist doch alles so gut gestartet? Und nun? Hast Du dich selbst aufgegeben?

An folgenden Merkmalen kannst Du erkennen, ob Du Dich bereits in einer emotionalen Abhängigkeit befindest:

  • Vernachlässigung des Umfelds – Dein Freundeskreis schrumpft. Wenn überhaupt triffst Du lediglich Freunde aus ihrem Umfeld. Auch Deine Familie könntest Du vernachlässigen, wenn er oder sie nicht mit Deinen Eltern klarkommt.
  • Keine eigenen Interessen – In Deiner Freizeit ist Dir langweilig. Auch im Online hangelst Du Dich nur weiter und versuchst Zeit totzuschlagen. Auf die Frage, was Deine Interessen seien, hast Du keine Antwort. Du übernimmst seine/ihre Interessen, auch wenn Du dabei nur geringe Glücksgefühle erlebst.
  • Der Partner ist der Entscheider – Zunächst traust Du Dich nicht mehr, Deine eigene Meinung auszusprechen. Und später folgst Du den Entscheidungen Deines Partners. Weigerst Du Dich, ist sie/er stinksauer und ihr streitet miteinander. Deine Meinung ist generell weniger wert.
  • Du bist der Schuldige – Wenn ihr euch streitet, bist nach ihrer Ansicht Du schuld. Spielst Du nach ihren Regeln, läuft alles glatt. Willst Du einmal Deine Interessen durchsetzen, kannst Du mit Beleidigungen rechnen.
  • Ein Gefühl von Antriebslosigkeit – Vor allem wenn die Bezugsperson nicht da ist. Du weißt nicht was Du tun sollst und hast Lust auf absolut gar nichts. Dir ist langweilig und Du flüchtest Dich in kleine Ablenkungsaufgaben. Du hast Probleme mit dem “Alleine sein”.
  • Angstgefühle – Ohne Partner fühlst Du Dich ein Stück hilfloser. Du erlebst starke Ängste sie/ihn zu verlieren. Im Extremfall schreckst Du nicht davor zurück, Dir selbst Schmerzen zuzufügen. Du schreist nach Aufmerksamkeit, um sie/ihn bei Dir zu behalten.
  • Keine Selbständigkeit – Es kommt Dir vor, ob hättest Du kein eigenes Leben. Du hast Dich gefühlt selbst völlig aufgegeben.
Beispiele & Anzeichen, dass sie Dich in ihrem Bann hält.
“Du wirst nie etwas Besseres finden als mich!”
“Du kannst Dich überglücklich schätzen jemanden wie mich zu haben/kennen.”
“Interessiert mich nicht, was Du denkst.”
“Dann habe ich halt … getan. Na und?”
“Deine Freunde sind doch alles Idioten. Niemand von ihnen mag mich. Entscheide Dich zwischen ihnen und mir.”
“Ohne mich kannst Du gar nicht mehr leben.”
“Du gehst mir fremd. Ich weiß es!”
(Du hattest natürlich keinen Seitensprung.)
“Schreib mir gefälligst zurück. Dass Du arbeitest, ist doch nur eine faule Ausrede.”
“Du magst keine … Das mag doch jeder normale Mensch?”
“Entweder das, oder Du musst auf mich verzichten.”
“Du zahlst. Oder willst Du mich etwa nicht unterstützen?”
“Deine Nörgelei geht mir auf die Nerven. Akzeptiere meine Entscheidung.”
“Du verstehst mich einfach nicht!”
oder “Du willst mich nicht verstehen.”
“Ich weiß nicht, ob ich Dich liebe. Du solltest Dir mehr Mühe geben.”

Ist emotionale Abhängigkeit eine Sucht?

Zunächst sind Abhängigkeiten, so auch emotionaler Natur, in Beziehung bis zu einem gewissen Grad normal. Ja sogar erwünscht. Da darfst Dich auf Deinen Partner verlassen und zusammen könnt ihr Euch zu etwas Größeren entwickeln und das Beste aus Euch rausholen.

ABER nur solange es sich nicht um ein einseitiges Verhalten handelt!

Dabei unterscheiden wir nicht zwischen Männern und Frauen. Emotionale Abhängigkeit kann beide Geschlechter hart treffen. Zwanghaftes Verhalten und Kontrollverlust können die Folge sein. Zwei Faktoren die eng mit Süchten verknüpft sind. Ja, emotionale Abhängigkeit kann tatsächlich eine psychische Krankheit darstellen. Besonders, wenn sie tiefer greift, könnte es sich um eine Persönlichkeitsstörung handeln. Solltest Du also nicht fähig sein, selbst aus diesem Bann auszubrechen, such Dir auf jeden Fall professionelle Hilfe.

INFO: Übrigens muss eine emotionale Abhängigkeit nicht auf eine Partnerschaft beschränkt sein. Du könntest auch von einem Freund oder Deinen Kindern in Abhängigkeit leben. Gerade viele Mütter definieren sich über ihre Kinder. Verlassen diese das Elternhaus, bricht eine Welt zusammen und die betroffene Person stürzt in eine schwere Krise.

Mann blickt deprimiert aus Fenster
Ohne die eine Person ist Dir langweilig. Die ganze Welt wirkt einsam und grau.

Ursachen – Wie kommt es zur emotionalen Abhängigkeit?

Gewisse Eigenschaften begünstigen die Entstehung einer Abhängigkeit. Wir sehen besonders folgende Faktoren als gefährlich:

  • Stark introvertierte Menschen
  • Zurückgezogen leben – z.B. keine Freunde
  • Mangelndes Selbstbewusstsein und -wertgefühl
  • Verlustängste bzw. sich schwer von Dingen trennen können
  • Probleme mit dem “Alleine sein”
  • gelernte Abhängigkeiten (aus der Vergangenheit)

Im Grunde gibst Du die Verantwortung zur Befriedigung Deiner Grundbedürfnisse an Deinen Partner ab. Und übergeordnete Bedürfnisse (z.B. nach Selbstverwirklichung, eigene Ziele erreichen, Träume erfüllen) kannst Du nach der Bedürfnispyramide von Maslow erst stillen, wenn die die unteren Ebenen befriedigt werden. Dabei verlierst Du aber Schritt für Schritt die Fähigkeit selbst Deine emotionalen Grundbedürfnisse zu stillen. Du machst sprichwörtlich Dein Glück von anderen Abhängig.

Bedürfnispyramide mit Gefahrenzone für emotionale Abhängigkeit
Bedürfnispyramide (nach Maslow) zeigt den Gefahrenbereich für Abhängigkeiten

Auch emotionale Abhängigkeit ist eine Bindung, welche sich zuerst aufbauen muss. Unserer Ansicht nach können sich zwei Konstellationen entwickeln:

>> Die Verschmelzung – Gegenseitige emotionale Abhängigkeit

Kennst Du Paare, die ohne den anderen nicht mehr existieren? Sie verschmelzen sprichwörtlich zu einer Person?

Solange sich diese Menschen nicht zurückziehen und an ihrem Beziehungsstatus leiden, stellt diese emotionale Abhängigkeit kein Problem dar. Doch was, wenn sich einer der Beiden anders entscheidet? Gegenseitige Abhängigkeiten können ein gefährliches Spiel werden. Sei Dir Deiner Situation bewusst!

>> Der Tyrann – der emotionale Entzug

Zu Beginn und vor allem mit der rosa Brille entwickelt sich eine blühende Beziehung. Sie ist der netteste Mensch den Du jemals getroffen hast. Doch während Du Dich verliebst, verliert Deine Partnerin ein wenig das Interesse. Mehr und mehr verlierst Du in ihren Augen die Attraktivität und sie lässt Dich emotional Aushungern. Zuerst verringern sich die Zuneigungen: keine Küsse, keine Umarmung, kein “Danke”. Dann bleibt der Sex aus. Du hungerst und wirst mit winzigen Portionen Aufmerksamkeit am Leben erhalten. Du vergötterst Sie. Steckst aber tatsächlich knietief in der Misere.

“I saw an angel become the devil.”

Auszug aus Songtext, Volbeat “Heaven Nor Hell”
Denkanstoß - Wer ist der Schuldige?
Gut, vielleicht ist sie ja eine Tyrannin aber soll Deine Partnerin wirklich schuld an Deinem Leid sein? Emotional Abhängige geben Alles für den Partner und meinen alles zu tun. Betroffene interpretieren es als unendliche (aufopfernde) Liebe.

Doch in Wirklichkeit versuchen Sie unterbewusst nur ihre eigenen Bedürfnisse durch den anderen zu Stillen. Daher solltest auch Du die Person sein, die etwas unternimmt. Es ist ohnehin nicht möglich jemand anderen zu ändern. (nur den Beziehungsstatus mit jener Person.)

Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied!

Wie der Teufelskreis der emotionalen Abhängigkeit Deine Beziehung zerfrisst

Investierst Du zu Beginn der Beziehung mehr Mühen als Dein Partner könntest Du einen Teufelskreis in Gang setzen:

Dein übermäßiges Engagement wirkt anhänglich (Klammerverhalten)

macht Dich unattraktiv

Beziehung läuft schlechter

Du investiert mehr (Aufmerksamkeit, Zeit und/oder Geld) und strebst damit nach Zuneigung

macht Dich weiter unattraktiv

Du rutschst tiefer in die emotionale Abhängigkeit, da Du krampfhaft ihre Bestätigung suchst

Du investierst noch mehr (Zuneigung, Zeit und/oder Geld) und gibst Dir wichtige Dinge auf (in der Hoffnung ihre Erwartungen zu treffen)

Du entwickelst ein zwanghaftes Verhalten

macht Dich weiter unattraktiv

Du kämpfst gegen Verlustängste und versuchst krampfhaft die Beziehung zu erhalten

Du verzeihst ihr Fehltritte oder generell schlechtes Verhalten

die Attraktivität (und der gegenseitige Respekt) sinken in den Keller

in ihren Augen bist Du nur mehr ein lästiger aber nützlicher Wurm

Du versuchst der zermürbenden Situation zu entkommen, indem Du mehr (Verständnis, Zeit und/oder Geld) investierst

Das Rad könnten wir so weiterspinnen. Von Wertschätzung kann nicht mehr gesprochen werden aber Du interpretierst Deinen Einsatz als unerbittliche Liebe. In Wirklichkeit treibt Dich nur die Hoffnung. Es kann nur in einem Desaster enden.

“Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende…”

Redewendung (orig. Ferdinand von Schill, preußischer Offizier)
Frau unglücklich am Frühstückstisch
Emotionale Abhängigkeit kann sich langsam in den Alltag einschleichen und wird von beiden Partnern völlig unterschiedlich wahrgenommen.

Lösung – Der Weg aus der emotionale Abhängigkeit

Im Prinzip stellt die Lösung der genannten Merkmale den Weg zur Unabhängigkeit dar. Wenn Du in Zukunft nicht mehr manipulierbar sein willst, beachte die folgenden Schritte:

1. Definiere Dich selbst neu

1.1. Sei selbständig
Scheu Dich nicht einfach mal alleine einkaufen zu gehen. Unternimm gezielt mal etwas alleine. Wie würdest Du leben, wäre Deine Bezugsperson nicht greifbar.

» Besuche mal alleine ein Restaurant. Oder unternimm alleine einen Ausflug. «

1.2. Triff Entscheidungen
Und insbesondre, stehe auch dazu! Egal in welcher Lebenslage oder ungeachtet des Ausmaßes der Grundlage, entscheide Dich für einen Weg. Sicherleich kostet es Überwindung aber denk daran wer die Zügel für Dein Leben in der Hand hält. Dein Umfeld wird Deine Entscheidungsfreudigkeit auch nicht als Egoismus empfinden. Im Gegenteil. Andere Menschen sind froh, wenn ihnen Entscheidungen abgenommen werden.

» Im Restaurant: Wähle einen Wein für Dich und Deine Partnerin. «
»
Bei mehreren Optionen der Freizeitgestaltung: Wähle eine davon und halte an Deiner Entscheidung fest. «

1.3. Sei Dominant
Im Grunde geht es darum, Durchsetzungsvermögen zu beweisen. Lass bei einer Diskussion nicht locker. Auch wenn Dich die Angst plagt sie zu verlieren, halte an Deinen Grundwerten fest. Dabei darfst Du natürlich Kompromisse eingehen oder auch ihr mal den Vorzug lassen. Aber unterm Strich sollten auch Dein Wille ins gemeinsame Leben einfließen.

» “Ich mag Deine Freunde aber will auch mal Zeit mit Dir alleine verbringen.” «
» “Wenn Du mit was Essen willst, musst Du auch mal Dein Smartphone zur Seite legen.” «

1.4. Bau eigene Interessen auf
Stüzte Dich nicht nur auf die Interessen Deiner Partnerin. Besinne Dich darauf, was Du willst. Was macht Dich Glücklich? Wo willst Du mehr wissen? Worin willst Du besser werden? Finde Leute mit denselben Interesse oder Hobby oder lerne neue Welten kennen.

» Tritt einem Sportclub bei oder werde Mitglied in einem anderem Verein. (z.B. Darts, Modellbauer, Münzsammler, Weinkenner, Politik, Fitnessclub, etc. – Alles ist möglich) «

“Nur langweilige Menschen langweilen sich.”

Denkanstoß & Motivation

1.5. Verfolge eigene Ziele
Gemeinsame Ziele sind toll aber was willst Du erreichen? Die meisten Menschen bereuen an ihrem Sterbebett, jene Dinge, die sie nicht getan haben mehr als Fehltritte, die sie sich in ihrem Leben geleistet haben.

» Ziele könnten sein: Ein toller Garten, erfolgreiche Finanz Investments, ein Eigenheim, ein Cabrio, eine Erfindung, Selbständigkeit, eine Modekollektion, ein Kochbuch, eine Weltreise, regelmäßige Segeltörns mit Freunden, uvm. «

1.6. Lerne Nein zu sagen
Dieser Punkt findet sich zwar in fast jedem anderen Punkt aber um so wichtig erscheint er uns. Ein Nein wird eventuell eine Konfrontation herbeiführen. Aber Du musst lernen, den Konflikt nicht zu scheuen.

» “Nein, ich werde heute nicht die Rechnung übernehmen.” «
» “Nein, Du kannst keine Antwort innerhalb von 10 Sekunden von mir erwarten. Du musst akzeptieren, dass ich mich melde, sobald es mir möglich ist.” «

2. Arbeite an Deiner Beziehung

2.1. Lass ihr nicht alles durchgehen
Sie versetzt Dich immer wieder oder geht Dir sogar fremd? Du musst keine Seitensprünge oder Fehltritte verzeihen. Setze Konsequenzen und achte auf genaue Einhaltung neuer Regeln. Bei zu harten Vergehen, solltest Du allerdings auch einen Schlussstrich in Erwägung ziehen.

» Du sagst: “Das war nicht in Ordnung! Ich erwarte mir von Dir…” «
» “Ich erwarte mir von Dir keine stündlichen Nachrichten aber das ganze Wochenende keine Antwort zu erhalten, überschreitet eine Grenze.” «

2.2. Nicht über den Partner definieren
Deine Partnerin ist hübsch, intelligent, humorvoll, unternehmungslustig und/oder erfolgreich? Komm raus aus ihrem Schatten und erkenne, dass auch Du Deine Vorzüge besitzt.

» Erstelle eine Liste mit Deinen positiven Eigenschaften. Kenne Dich selbst! «

2.3. Anerkennung aufbauen
Gegenseitige Wertschätzung ist ein Grundbaustein jeder Beziehung. Solltest Du die angemessene Anerkennung nicht erhalten. Fordere sie ein. Mach Deine Partnerin darauf aufmerksam, welche Beiträge zur Beziehung Du leistest.

Beachte dabei, dass Wertschätzung kein Tauschhandel ist. Erwarte oder fordere für Deinen Einsatz, keine konkrete Gegenleistung.
(Vergiss auch nicht im Gegenzug Deine Partnerin regelmäßig zu loben.)

» “Welche Dinge würdest Du vermissen, wäre ich nicht mehr hier.” «

2.4 Äußere Deine Meinung oder Wünsche
Viele Menschen haben Probleme ihre Bedürfnisse zu kommunizieren. Und wenn Du es doch tust, werden Deine Einstellung kritisieren oder Deine Wünsche als Blödsinn abstempeln. Aber für Dich sind sie das nicht! Warum sollen nur die anderen rausposaunen können, was ihnen passt oder nicht? Was Dein Gegenüber mit der Information anfängt, bleibt eine andere Geschichte. Ohne eigene Meinung wirst Du Dein Gesicht verlieren und zu eine leeren Hülle werden.

» “Ich finde es nicht OK, wenn Du jedes Wochenende alleine sturzbetrunken auf dem Weg bist.” «

INFO: Als Ziel sollte die Einigung auf einen Konsens gewählt werden. Theoretisch würden dabei beide Parteien langfristig profitieren während bei einem Kompromiss beide Partner einen Teil aufgeben müssen.

3. Bestreite neue Wege

3.1. Keine Zweckbeziehungen
Gehe keine Beziehung ein, nur damit Du zu Sex kommst oder nicht mehr alleine bist. Auch Beziehungen des Geldes wegen schaffen Abhängigkeiten, die Du vermeiden solltest. Versuche Bedürfnislücken selbst schließen zu können.

» Versuch Dich mal an einem One-Night-Stand oder probiere neue Freundschaften zu knüpfen. «

3.2. Setzte Grenzen – verfolge Werte
Ähnlich Punkt 2.1 solltest Du für Dich definieren, was in Deinem Leben in Ordnung geht und was nicht. Natürlich müssen sich andere Personen nicht an Deine Linie halten aber dann musst Du im Umkehrschluss auch nichts mit diesen Menschen zu tun haben. Frau, Freunde und Familie werden realistische Grenzen ohnehin akzeptieren.

» “Ich trinke nicht jedes Wochenende Alkohol.”
» “Ich will mich an meine Diät halten und nicht jedes Mal eine Pizza bestellen.” «
» “Dein Kontrollverhalten macht mich wahnsinnig. Unsere Beziehung soll auf Vertrauen aufbauen.” «

3.3. Werde negative Gedanken los
Im Sinne prime Dich selbst und verbessere Deine innere Grundhaltung. Hab ein positives Bild von Dir. Klar existieren negative Dinge aber es wird nichts daran ändern, wenn Du Dich ständig von ihnen runterziehe lässt. Auch wenn jemand behauptet, Du seist ein schlechter Mensch – Bist Du das noch lange nicht!

» Sag zu Dir selbst: “Ich bin ein toller Mensch und zufrieden mit mir.”
» Lache und setz ein freundliches Gesicht auf (auch wenn Dir innerlich nicht danach zu Mute ist. Es setzt eine positive Kettenreaktion in Gang.) «

3.4 Erkenne das Loslassen ein Prozess ist
Niemand ändert sich über Nacht – so auch Du nicht. Schritt für Schritt mit täglichen Erfolg ist das Ziel. Du musst nicht alles auf einmal in Angriff nehmen. Der Vorteil: Dein Umfeld wird den Wandel etwas wohlwollender Aufnehmen.

» Heute hast Du eine fremde Person angesprochen. Morgen meldest Du Dich bei alten Freunden. Übermorgen läufst Du zum ersten Mal 10km. «

ACHTUNG:
Beachte aber dabei, dass diese Empfehlungen nur für den Weg aus der emotionalen Abhängigkeit gelten. In einer gesunden Beziehung sind die teils drastischen Schritte nicht notwendig.
Denk auch daran, dass Du andere Menschen niemals ändern kannst. Die Veränderung muss bei Dir stattfinden!

Neue Wege bestreiten
Bestreite neue Wege, erlebe Abenteuer und sammle Erfahrung – mit oder ohne Deine Partnerin!

Prävention um nicht in die emotionale Abhängigkeit abzugleiten

Alle zuvor genannten Schritte helfen Dir, in keine emotionale Abhängigkeit zu geraten. Aber dennoch existieren 3 Grundeinstellungen, welche ein unabhängiges Leben begünstigen:

  • I – Lernen los zu lassen – Du kannst keine Dinge und Menschen ewig an Dich binden, die nicht bei Dir sein wollen. Der Verlust mag schmerzen aber versuch in jedem Verlust auch eine Chance zu sehen. Im Notfall musst Du Dich von den Fesseln lösen können. Auch im Business solltest Du spüren, wann Du Dich von Assets trennen solltest.
  • II – Sich selbst akzeptieren – Jaja, hast Du bestimmt schon tausende Male gehört. Aber es stimmt. Kenne Deine Vorzüge. Du bist kein schlechter Mensch! Wenn Dir etwas an Dir nicht passt, schön, dann ändere es. Sonst musst Du es akzeptieren! Akzeptieren oder Reagieren!
    Eine positive und ausgeglichene innere Haltung lässt Dich viel sympathischer auf andere Menschen wirken. Du bist wie Du bist und verfolgst z.B. keine aufregende Ziele? Wenn Du glücklich damit bist, was spricht schon dagegen?
  • III – Lege Gedanken wie “Ich habe das verdient” ab – KEIN Mensch verdient eine unglückliche Beziehung (oder generell ein unglückliches Leben)! Sicherlich begeht man Fehler und soll dafür einstehen. Aber grundsätzlich solltest Du in der Lage sein, Vergangenes auf sich beruhen zu lassen. (Was natürlich kein Freifahrtschein darstellen soll) Aber sich ständig in die Opfer-Rolle zu drängen, hilft wirklich niemanden.

Fazit

Solltest Du Dich aus einer emotionalen Bindung befreien wollen, achte bitte dennoch auf einen Respektvollen Umgang. Beleidigungen und Vorwürfe werden Dich und Deine Beziehung nicht voranbringen. Rechne allerdings damit, Gegendruck zu erhalten. Dein Gegenüber wird aus einer Komfortzone gedrängt und wird versuchen, sich zu verteidigen.

Jetzt fragst Du Dich, ob Deine Beziehung überhaupt eine Chance hat weiterhin zu bestehen? Nun, dass liegt an Deiner Partnerin. Sie muss die Veränderungen akzeptieren. Ansonsten führt kein Weg an einer Trennung vorbei. In schwierigen Phasen zeigt sich, wie ehrlich Gefühle tatsächlich sind und ob wahre Liebe wirklich alles überwindet.

Du musst entscheiden, ob Du für Dein Glück, diesen Weg einschlagen willst.

Beachte dabei, Dich nicht zum Diktator zu entwickeln. Auch Deine Partnerin darf Grenzen setzen und sollte nicht in die Abhängigkeit abgleiten. Aber für einen Ausbruch aus der emotionalen Abhängigkeit sind harte Methoden erforderlich. Mit der Zerschlagung der Teufelsspirale sollte sich für beide Parteien langfristig ein Vorteil ergeben. Auch wenn die Verbesserung zunächst nicht spürbar sein wird und die Veränderung schmerzt – Du bzw. Ihr werdet glücklicher.

Quellen & weitere Infos

Anchu Kögel erwähnt, dass gerade emotional abhängige Menschen versuchen mit Nettigkeit zu punkten und erwähnt das “Nice-Guy” Syndrom. – ein Härtefall der bekannten “Friend-Zone”.

Dr. Katharina Tempel von Glücksdetektiv erklärt Dir nochmal die Anzeichen einer emotionalen Abhängigkeit, damit Du identifizieren kannst, ob Du bereits gefesselt bist:

True Stories – Emotionale Abhängigkeit in der Beziehung

Unter dem Motto “Sad but true” ein Warnzeichen Dich:

Menschen ändern Dich

Ich lernte eine bildhübsche Frau kennen. Sie war nicht nur attraktiv, sondern obendrein noch die netteste Person, die ich jemals getroffen hatte. Sie stand zu mir und verwöhnte, wie Man(n) es nur wünschen kann. In meiner Naivität erfüllte ich ihr ebenfalls alle Wünsche und wurde zur anhänglichen Klette.

Der Teufelskreis der Abhängigkeit begann. Ich verlor Attraktivität und schnell war ich nicht mehr der einzige im Rennen um ihre Aufmerksamkeit. Ich wurde überholt und lernte, die Selbständigkeit und einen gewissen Freiraum in der Beziehung nie aufzugeben.

Einseitige Beziehung

Etwas später verfing ich mich erneut in der emotionalen Abhängigkeit. Eine Tortur. Ein Wandern in Himmel und Hölle zugleich. “Du kannst Dich glücklich schätzen, jemanden wie mich an Deiner Seite zu haben.” Ich sollte auch noch dankbar sein? Absolut nichts war gut genug. Alles andere und jeder besser. Desto mehr ich versuchte, sie zu überzeugen, umso lächerlicher macht ich mich. Rückgrat? Fehlanzeige! Es war nicht mehr ich, der die Entscheidungen traf. Ich enttäuschte Familie, verlor Freunde und verschleuderte viel Geld für teure Geschenke.

In jedem Moment wusste ich genau was falsch lief und fühlte mich tot unglücklich. Aber etwas dagegen zu unternehmen, hätte mich nur in die Grube gestoßen, die ich mir selbst geschaufelt hatte. Mit der Zeit lernte ich die Grundsätze, welche ich Dir in diesem Artikel nahelege. Und glaube mir, die Auseinandersetzungen wurden heftiger, als ich die eigene Meinung vertrat. Mir wurde ins Gesicht gespukt. Schläge und wüste Beleidigungen waren keine Seltenheit. Wie kann man mit so jemanden zusammen sein? Die Hoffnung hält die Illusion am Leben.

Mein Bild von ihr wurde bestätigt, als sie mit einem anderen durchbrannte. Mir blieb das Glück, aus dem goldenen Käfig gestoßen worden zu sein. Was bleibt, ist ein schier unendlicher Erfahrungsschatz.

Hast Du ebenfalls eine schwere Zeit hinter Dir oder steckst in der Klemme? Gerne kannst Du Dich an uns wenden!

Pietro

Als Gründer und Autor hinter gentality.com schreibe ich leidenschaftlich Blogs zum Thema - Psychologie, Ökonomie und zwischenmenschliche Beziehung. Hinter unserem Handeln stecken mal mehr, mal weniger komplizierte Beweggründe. Sie zu verstehen, kann unsere Sicht auf die Dinge verändern und unseren Handlungsspielraum erweitert. Wer die Welt versteht, kann bewusst auf seine Umwelt reagieren.

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