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Geld sparen & Finanzen aufbessern: 8 einfache Tipps für den Alltag

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Geld sparen & Finanzen aufbessern: 8 einfache Tipps für den Alltag

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Mann beim Geld sparen

Weniger ausgeben, als Du einnimmst… Wenn es Doch nur so einfach wäre? Geld sparen ist keine simple Sache und wirklich hilfreiche Tipps sind im wahrsten Sinne Gold wert. Die Antworten, um sich einen Betrag auf die Seite zu legen, sind wohl Doch eher im Alltagsverhalten zu suchen. Wir verraten Dir mit welchen Methoden bzw. Grundeinstellungen Du Geld sparen kannst.

Warum überhaupt Geld sparen?

Konsum ist doch modern? Und überhaupt willst Du auf nichts verzichten. Schließlich bist Du ja nur einmal jung. Solltest Du nicht auf ein üppigen Finanzpolster zurückgreifen können, dann wirst Du in der Zukunft am finanziellen Hunger nagen. Denn jeder angelegte Euro heute, kann Dir morgen Dein Leben erleichtern.

“Am Ende des Geldes ist noch so viel Monat übrig.”

Und schon machst Du Dir wieder sorgen, wie Du die nächsten Rechnungen bezahlst. Vielleicht gesellt sich plötzlich noch ein Defekt am Auto hinzu und der Super Gau ist komplett. Jetzt wäre ein kleiner Betrag auf der hohen Kante nützlich.

Um eine solche finanzielle Sicherheit herzustellen und Deine Ausgangsposition im Leben zu stärken, solltest Du gewisse Gewohnheiten ändern, um nicht in der Schuldenfalle zu landen.

8 Tipps zum Geld sparen

Es existieren zahlreiche kleine Tipps wie “trinke Wasser statt Softdrinks” oder “gehe nie hungrig einkaufen”, um Geld zu sparen. Wir aber sprechen von grundlegenden Überlegungen – ohne Deinen Lebensstill drastisch zu ändern oder Dein Einkommen zu erhöhen.
(Im Prinzip steht jedem Tipp ein gängiges Fehlverhalten gegenüber, dass Du vermutlich regelmäßig begehst – ertappe Dich dabei selbst):

  • 1. Keine Impulskäufe!
    “Was brauche ich wirklich?” eine sehr tiefgründige Frage. Aber auf jeden Fall solltest Du Dir eine “cooling off” Phase gönnen. Du bist gehyped? Dann warte erst einmal ein paar Stunden, Tage oder bei großen Ausgaben sogar Wochen ab. Willst Du es dann immer noch, kannst Du es ohne Bedenken kaufen.
    »Wow, eine coole neue Uhr – die gönn ich mir!” – Hast Du wirklich Verwendung für eine weitere?
    » “Das Teil muss ich unbedingt haben” – willst Du es in ein paar Tagen immer noch?
  • 2. Sparen first!
    Vielen Menschen versuchen verzweifelt am Ende des Monats jenen Betrag auf ein Sparkonto zu überweisen, der übrig bleibt. Aber es bleibt nichts übrig! Deshalb gilt: Geld sparen am Anfang des Monats. Am besten mit Dauerauftrag gleich nach Gehaltseingang.
    » Am Monatsanfang gehen Daueraufträge (Smartphone, Strom, etc.) + € 200,- zum Geld sparen automatisch weg vom Girokonto. Dieser Sparbetrag auf dem Sparkonto wird keinesfalls angerührt.
  • 3. Denke in absoluten Zahlen!
    Würdest Du bei einem Anzugskauf (Gesamtpreis 800 €) in den nächsten Laden gehen um 20 € zu sparen? Nein? Und wie verhält es sich bei einem Lebensmitteleinkauf (Gesamtpreis 70 €)? Ist Deine Antwort “Ja” stelle ich Dir der Frage, Warum? Menschen knausern z.B. bei Lebensmittel um Cent-Beträge, während sich bei größeren Einkäufen eine Gleichgültigkeit einschleicht.
    » Was bedeutet 20 % Rabatt in Euro? Wie viel kostet mich das Produkt trotzdem noch?
    » “Der Urlaub kostet schon genug. Was sind da schon € 200,- mehr?” – würdest Du sonst einfach € 200,- ausgeben?
  • 4. Zielgerichtet Einkaufen!
    Überlege zuvor, was Du alles benötigst und kauf auch nur jene Artikel ein. Egal ob Lebensmittel oder Klamotten, viele Menschen neigen zu einem “Das kann ich noch brauchen” bzw. “Das wird ja nicht schlecht” Denken. Die heutige Verfügbarkeit ermöglicht es Dir, für einen kurzen Zeithorizont zu shoppen.
    » Nutze eine Einkaufsliste und weiche nicht von ihr ab.
    » Falls Du Lebensmittel wegwirfst, denke beim nächsten Einkauf daran, weniger zu besorgen.
  • 5. Kein Pump!
    Die neue Playstation oder ein schickes Auto wären schön? Dann lautet die Devise, zuerst Geld sparen, dann kaufen! Kredite für Konsumgüter aufzunehmen und dafür Zinsen zu zahlen, lassen Dich garantiert in die Schuldenfalle abgleiten. Zeige Geduld und Ausdauer und spare Dir zuerst den nötigen Betrag. Kaufe sobald Du das Geld tatsächlich in Händen hältst.
    » Kredit fürs Auto? Besser nicht! Überdenke, ob Du nicht auch mit einem günstigeren Modell ans Ziel kommst.
    » Erteile Ratenkäufe für Konsumgüter eine Abfuhr!
  • 6. Einmalkosten vor laufenden Kosten!
    Mit Ratenzahlungen und sonstigen Tricks versuchen Dir Geschäfte einen Shopping-Deal schmackhaft zu machen. Mag sein, dass sich die kleine Zahlung im Monat leicht zu bewältigen anfühlen. Aber tatsächlich summieren sich diese laufenden Kosten und von Deinem monatlichen Gehalt wird nicht mehr viel übrigbleiben. Kenne Deine Ausgaben und versuch laufende Kosten loszuwerden.
    » Kalkuliere, ob es günstiger wäre, Dein Smartphone frei zu erwerben und nicht an einen Vertrag gefesselt zu sein.
    » Wenn Du das Fitnessstudio nicht besuchst… zahle auch nicht dafür.
  • 7. Handle Antizyklisch
    Wenn die Masse einen Hype folgt, wird es meistens teuer. Wie in der Finanzwelt, kaufen, wenn die anderen verkaufen und vice versa.
    » ein neues iPhone erscheint? Dann werden zum Erscheinungstermin viele Vorgängermodelle günstig zu erwerben sein. (auch gebraucht)
    » PC/Konsolen Spielen sinken bereits nach ein paar Wochen im Preis.
    » Ein Motorrad/Cabrio kaufst Du am besten nach der Saison. (Herbst bzw. Anfang Winter)
  • 8. Verhandle und Vergleich!
    Wir sind erstaunt (und schockiert), wie viele Menschen trotz unzähligen Vergleichsmöglichkeiten auf das erstbeste Angebot eingehen. Ob beim Steuerberater, der Bank, verschiedenen Tarifanbietern, etc. – in jeder Lebenslage solltest Du vergleichen und nicht blind einem Geschäftsmann/Geschäftsfrau vertrauen.
    Noch schlimmer: Die meisten beweise regelrecht Treue und wechseln ihre jeweiligen Anbieter nie. Verabschiede Dich von der Trägheit und stelle vergangene Entscheidungen in Frage.
    » Eine unverbindliche Frage nach “lässt sich am Preis noch was machen” ist fast überall erlaubt.
    » Mach Deinem Gegenüber klar, dass Du auch Vergleiche anstellst und der Deal für beide Seiten ein gutes Angebot sein soll. (z.B. bei Banken, Versicherungen, etc.)
Gibt es auch Ausnahmen?
Aber natürlich!
Solltest Du mit Geld umgehen können, kann es durchaus sinnvoll sein, Dinge auf Kredit zu kaufen. (z.B. bei guter Zinslage)
Oder ein Gegenbeispiel zum antizyklischen Handeln stellen saisonale Lebensmittel dar, die natürlich in ihrer Jahreszeit günstiger sein können.
Auch haben wir schon Mobil-Tarife beobachtet, welche in Kombination mit einem Smartphone tatsächlich günstiger ausfallen.

No-Go’s – Wenn Geld sparen zur zwanghaften Gier wird

  • Sei kein Geizhals – Geld sparen zu wollen ist durchaus ein gesellschaftlich akzeptiertes Ziel aber ein überbersten Geiz gilt als sozial unverträglich. Du kennst Doch diese Typen, die nie einen ausgeben, obwohl sie selbst eingeladen werden. Oder diejenigen, welche jedem Ausflug ausweichen, der mit Kosten verbunden ist.
  • Werde nicht zum Hardliner – Verhandelst Du zu hart, könnest Du Geschäftspartner verlieren. Klar, über den Tisch solltest Du Dich nicht ziehen lassen aber in einer Verhandlung versuchen beide Partner ihr Gesicht zu wahren. “Leben, und Leben lassen.”
  • Bleib Fair – und vergleiche Gleiches mit Gleichem. Ein kleiner Händler, der zusätzliche Unterstützung und Beratung bietet, kann niemals zum selben Preis wie ein Großhändler/Discounter anbieten. Ware im lokalen Geschäft zu begutachten, nur um sie dann im online Shop zu erwerben, zeugt auch nicht gerade von der feinen englischen Art.
  • Preis um jeden Preis – In manchen Gebieten sind für die Kaufentscheidung auch andere Faktoren, wie etwa die Qualität, ausschlaggebend. Unter anderem wenn Du hochwertige Lebensmittel konsumieren willst. Oder wenn Du die Lebenszykluskosten in Betracht ziehst und ein teures Produkt deutlich länger hält.

WICHTIG:
Wie auch in anderen Lebensbereichen gilt: Mit “zu viel” schießt Du vermutlich über das Ziel hinaus.

Fazit – der Erfolgsschlüssel zum Geld sparen

Die mit Abstand wichtigste Tugend stellt Deine Geduld dar. Bist Du jemand der abwarten kann? Sehr gut, denn Geld sparen erfordert vor allem Zeit. Verhalten wie: Abzuwarten bis Preise sinken, längere Wege in Kauf zu nehmen oder generell manchmal auf etwas zu verzichten, sollten zu Grundsätzen in Deinem Alltag werden.

Aber dafür wird Deine Ausdauer belohnt werden. Du wirst immer einen Euro mehr in der Tasche haben, als Deine Kollegen. Dein Durchhaltevermögen wird irgendwann so normal, dass es sich gar nicht wie Geld sparen anfühlt. Es bleibt einfach jeden Monat etwas übrig.

Zuletzt noch eine Warnung vor Werbung und Beratern. Überall wo Du auf Empfehlungen triffst, sollten Deine Alarmglocken läuten. Denn es bleibt fraglich, welches Interesse jene Person bzw. Organisation verfolgt. Natürlich könntest Du einen guten Deal landen und daraus eine Win-Win-Situation entstehen. Aber erkenne die Zeichen und lauf nicht wie ein Schäffchen blind hinterher.

Hast Du noch weitere Tipps zum Geld sparen für uns? Oder Erfahrungen mit dem Umgang von Kapital? Wird der Zaster zum Laster? Lass es uns doch einfach in den Kommentaren wissen.

Quellen & weitere Infos

Predictably Irrational, Revised: The Hidden Forces That Shape Our Decisions
Wir alle treffen Fehlentscheidungen bzw. Fehleinschätzungen. Nach Dr. Dan Ariely sind diese Fehler auf kogntive Verzerrungen zurückzuführen. Mit vielen fesselnden Beispielen erklärt er, warum wir zu diesen Trugschlüssen gelangen und was wir dagegen unternehmen können.
Rich Dad Poor Dad: Was die Reichen ihren Kindern über Geld beibringen
Autor Kiyosaki behauptet es gäbe sozusagen zwei Lebensstile (um Geld auszugeben): einen Konsum- und einen Anlegerorientierten. Jene zwei Grundeinstellungen findet er in seinen zwei Vätern wieder und erzählt dabei lehrreiche sowie unterhaltsame Geschichten aus seinem Leben. Zwar offenbart er keine knallharten Investmentstrategien aber den Impuls zur Verhaltensänderung kann er dennoch transportieren.

Kennst Du schon unsere Investmentartikel (damit das Ersparte auch sinnvoll/gewinnbringend eingesetzt wird):
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Pietro

Als Gründer und Autor hinter gentality.com schreibe ich leidenschaftlich Blogs zum Thema - Psychologie, Ökonomie und zwischenmenschliche Beziehung. Hinter unserem Handeln stecken mal mehr, mal weniger komplizierte Beweggründe. Sie zu verstehen, kann unsere Sicht auf die Dinge verändern und unseren Handlungsspielraum erweitert. Wer die Welt versteht, kann bewusst auf seine Umwelt reagieren.

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