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Risikoanalyse – die Basics der klassischen Risikobewertung

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Risikoanalyse – die Basics der klassischen Risikobewertung

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Risikoanalyse und Risikomanagement - ein Drahtseilakt

Bist Du Dir unsicher? Besonders beim Entscheidungen treffen? Meist lähmt Dich die Angst vor möglichen Misserfolg oder Abweisungen. Risiken zeigen sich vielseitig. Setze Dich gezielt mit den drohenden Gefahren auseinander und betrachte es nüchtern: Wäge Wahrscheinlichkeiten eines Risikos ab und stelle es den Erfolgschancen gegenüber. Wie Du das machen kannst, wollen wir Dir anhand der Risikoanalyse aus der Finanzwelt zeigen.

Die 4 Phasen der Riskoanalyse

Die Methode des betriebswirtschafltichen Ansatzes kennt 4 Phasen und behandelt meist Risiken aus der Unternehmersicht. Egal ob IT, Vertrieb, Marketing – jede Abteilung im Betrieb kämpft mit Unsicherheiten, mit welchen sie sich dringend auseinandersetzen sollte. Für die nächsten 5 Minuten schlüpfst Du in die Rolle eines Facility Managers (kurz: FM) und bist unter anderem verantwortlich für die Firmengebäude und die Sicherheit der Mitarbeiter. (Beispiele in den Boxen)

Risikoanalyse Phase 1 – Risiko identifizieren

In Phase 1 der Risikoanalyse, machst Du Dir Gedanken, welche Gefahren derzeit bestehen oder mit welchen Unsicherheiten Du in Zukunft rechnen musst. Klar, in manchen Situationen sind Dir Risiken vollkommen bewusst. Dann notier sie einfach. Die Reihenfolge spielt noch keine Rolle. Sollte dies nicht der Fall sein, probiere ein Brainstorming (ein kurzes Video zur Auffrischung haben wir Dir unten hinzugefügt). Oder ganz einfach: sprich mit den Leuten über Dein Thema, befrage Mitarbeiter oder Menschen mit Erfahrungen.

Do it yourself FM: Risiken identifzieren

Welche Gefahren kommen Dir in den Sinn, wenn Du an den Gebäudebetrieb denkst?

Oder besser, welche kennst Du von Deinem Arbeitsplatz?

  • Ein Mitarbeiter berichtet Dir, dass die Stürze in den Treppen massiv angestiegen sind.
  • Neulich kurz vor Feierabend, wurdest Du beinahe von einer Dachlawine erfasst.
  • Von Kollegen aus Fachkreisen erfährst Du, dass Dein Energieanbieter Versorgungsprobleme zu haben scheint.

Risikoanalyse Phase 2 – Risiken untersuchen

Auswirkung

Nimmt Dir Deine Liste aus Phase 1 zur Hand und untersuche jedes Risiko einzeln auf zwei Faktoren. Falls Du die Schadenshöhe in Euro erfassen kannst, sehr gut! Zahlen lassen sich einfach kategorisieren. Anders stellt es sich mit nicht monetären Auswirkungen heraus. Du beichtest einen Seitensprung – die Auswirkung wird katastrophal sein. Hierbei behilft man sich mit Kategorien. Etwa von 1 bis 5 oder von unwesentlich bis katastrophal. Versuche den Schaden des negativen Ereignisses so realitätsnah wie möglich zu bewerten.

Eintrittswahrscheinlichkeit

Nochmal das Beispiel von zuvor: Du beichtest einen Seitensprung. Wann bzw. wie oft das Ereignis eintritt, stellt sich schon als schwieriger heraus, oder? Du könntest Dich zwar auf Daten aus der Vergangenheit (Statistiken oder Untersuchungen) beziehen, aber diese Quellen bilden eben nur Vergangenes ab, nicht die Zukunft. Primär kannst Du Deine Risiken in Eintrittswahrscheinlichkeit pro Periode (Jahre) in Prozent % angeben. In Phase 3 zeigen wir Dir eine einfachere Skala.

Do it yourself FM: Risiken untersuchen

Was kostet es Dich, wenn Befürchtungen zur Realität werden? – Kannst Du es in Euro beziffern?
Und wie oft wird das Ereignis im Jahr eintreten?

  • Ein Mitarbeiter pro Woche, also ca. 52 im Jahr, fällt die Treppe hinunter. Durch die andauernden Krankenstände, fehlt konsequent ein Mitarbeiter und dem Unternehmen entgehen 20.000 € pro Monat.
  • Der Schaden der Dachlawine ist in Euro nicht zu beziffern. Gefahren für Menschen sind als katastrophal einzuordnen. In den Wintermonaten sind solche Vorfälle derzeit durchaus wahrscheinlich.
  • Bei einem Stromausfall erliegt die Produktion. Dem Unternehmen entgehen 10.000 € Umsatz pro Stunde.

Risikoanalyse Phase 3 – Risikobewertung

Zu diesem Zeitpunkt sollten Dir Deine Risiken mit Kennzahlen zu Schadensausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit vorliegen. Da Du Dich nicht allen Risiken auf einmal annehmen kannst bzw. das auch gar nicht solltest, helfen Dir folgende zwei Systeme, um die Risiken zu kategorisieren und letztlich aus zu priorisieren. Genau genommen befinden wir uns nun schon im übergeordneten Risikomanagment, welches auch den Umgang mit Risiken behandelt.

einfache Risikomatrix Beispiel
Beispiel für eine klassische Risikomatrix

Risikomatrix

Zur Visualisierung Deiner Risikobeurteilung kannst Du eine klassische Risikomatrix verwenden. Die Skalenwerte 1 bis 5 aus unserem Beispiel kannst Du gerne auch durch andere Faktoren ersetzen. Auf der Schadenshöhe-Achse eignen sich hervorragend Geldbeträge und auf der Eintrittswahrscheinlichkeitsachse kannst Du gerne stattdessen Vorfälle pro Jahr (absolute Zahlen oder Prozente) angeben.
Natürlich lässt sich die Risikomatrix auch auf Deine Situation anpassen. Ändere einfach Farben, um Risikobereiche aufzuzeigen und nutze die Grafik zur Vorstellung Deiner Risikoberichterstattung.

Risikomatrix ALARP
Risikomatrix mit ALARP Bereich

ALARP

Das Akronym klingt wie Alarm und soll Dir alternativ dabei helfen aufzuzeigen, bei welchen Gefahren tatsächlich bald “Feuer am Dach” sein kann. Ausgesprochen bedeutet ALARP “as low as resonably practicable”, was soviel bedeutet wie: “mit dem geringsten Aufwand wie vernünftigerweise nötig.” Man meint damit, dass finanzielle oder technische Aufwände zur Risikoreduzierung der möglichen Schadenshöhe gegenüber gestellt werden müssen. So kann entschieden werden, ob sie überhaupt praktikabel und sinnvoll sind.
Im weiteren Sinne soll die Grafik helfen, Risiken auf ein Maß zu reduzieren, dass die höchste vernünftig umsetzbare Sicherheit bietet. Du kannst nun Deine Ergebnisse in die Grafik eintragen und sie visualisiert Dir, in welchen Bereichen Handlungsbedarf besteht. Dein Ziel wird es sein, mit gezielten Maßnahmen Risiken von kritischen Bereichen einzugrenzen und bei der nächsten Risikoanalyse daher sicherer zu bewerten.

Do it yourself FM: Risiken bewerten

Die Risikomatrix zeigt Dir grafisch, ob sich Deine Risiken in kritischen Bereichen sammeln oder sinnvoll gestreut sind.

Risikoanalyse - Risikomatrix Beispiel

bild beispiel einstufung

Risikoanalyse Phase 4 – Risikoaggregation

Der nächste Schritt ist gerade für kleine Risikoanalysen optional. Für Unternehmen stellt es sich allerdings als essentiell heraus, mehrere Risiken auf einen gesamten Risikofaktor zusammenzufassen. Als Teil des Risikomanagements (ISO 31000) werden die möglichen Auswirkungen auf der gesamten Unternehmensstruktur betrachtet und Wahrscheinlichkeitsrechnungen unterzogen. (z.B. Monte Carlo Simulationen)
Auch für Dich kann das bedeuten: Bestehen Risiken die sich besonders in Kombination für Dich, Deine Investition oder Dein Vorhaben existenzbedrohend auswirken? Bestehen Abhängigkeiten oder zusätzlich Gefahren von Kettenreaktionen?

WICHTIG: Die gesamte Risikoanalyse ist ein sehr statischer Prozess, der Gefahren nur aus der heutigen Sicht abdeckt. Zukünftige Veränderungen oder Trends lassen sich daraus nicht ableiten. Zudem bietet diese Methode keine Indikatoren zur Früherkennung. Zwar können als eine mögliche Folge der Bewertung, gewisse Risikostrategien entwickelt werden aber rein das Wissen um ein Risiko, mindert dessen Eintrittswahrscheinlichkeit nicht im Geringsten.
Die Risikoanalyse ist also ein stetiger Prozess, keine einmalige Bewertung!

Risikostrategien –
der nächste Schritt zur Prävention

Nach einer Risikoanalyse abzuwarten, bis der Blitz tatsächlich einschlägt, stellt sich meist als falsche Herangehensweise heraus. Grundsätzlich lassen sich 4 Herangehensweisen unterscheiden. Welchen Ansatz Du wählst, hängst ganz von Deiner Einschätzung ab. Du kannst die Risikomatrix heranziehen, um aufzuzeigen, um welche Gefahren Du Dich zuerst kümmern solltest. Vergiss nicht konkrete Maßnahmen (Wer, bis wann, mit welchen Aufwand) zu formulieren und Deine Fortschritte ständig zu prüfen. Risiken werden oft verharmlost, bis sie dann schließlich eintreffen.

Du kannst Risiken…

  • vermeiden oder übertragen – z.B. Gefahrenquelle beseitigen oder Outsourcing (an externen Dienstleister übertragen)
  • vermindern – z.B. Mitarbeiterschulungen oder durch Risikostreuung
  • überwachen – z.B. technisch durch Sensoren
  • akzeptieren – z.B. Restrisiken oder Unwesentliches bewusst zur Kenntnis nehmen

WICHTIG: Wie im Kapitel ALARP erläutert. Risikominimierende Maßnahmen sollen immer angemessen gewählt werden. Ein Schadenspotential in der Höhe von 100€/Jahr mit Kamerasystem zu überwachen, welche laufende Kosten in Höhe von 1.000€/Jahr verursachen, ist nicht als zweckdienlich zu bewerten.

Do it yourself FM: Risikostrategien

Wie gehst Du mit bestehenden Risiken um?

Was wirst Du unternehmen um Dein Gesamtrisiko zu minimieren?

  • Treppensturz – Du führst eine Richtlinie ein, welche Deine Mitarbeiter zur Benützung vom Handlauf verpflichtet. Kosten: Keine.
  • Dachlawine – Du beauftragst die Anbringung von Schneefangsystemen.
  • Stromausfall – Nach Analyse können die vorhandenen USV-Batterien kritische Unternehmensbereiche zwei Stunden lang mit Strom versorgen. Das Restrisiko wird von der Geschäftsführung akzeptiert.
Risikoanalyse - Risikomatrix Beispiel Lösung

Die verzerrte Sicht aus der Verhaltensökonomie bei der Risikoanalyse

Weil sich der Mensch nicht, wie in der üblichen Öknomie angenommen, völlig rational verhält, gilt es bei der Bewertung von Risiken gewisse Verzerrungen der Wahrnehmung zu beachten. Der sogenannte Homo oeconomicus und auch wir fallen gerne auf folgende Trugschlüsse unseres Denkens herein.1

Verfügbarkeitsheuristik

Der erste Effekt, der Dein Urteilsvermögen trüben kann, bedint sich dem cognitive ease – also wie leicht eine Erinnerung abgerufen werden kann. Diese Erinnerung an z.B. ein Ereignis kann derart präsent sein, dass Du sie gefühlt wichtiger bewertest als vergleichbare Ereignisse. Ohne Grundlage von statistischen Daten oder Untersuchungen schätzt Du die Wahrscheinlichkeit meist höher ein, als sie tatsächlich ist, wenn das betroffenen Ereignis noch gut im Kopf präsent ist.

Beispiele: Verfügbarkeitsheuristik
  • Das Flugzeug ist das statistisch gesehen sicherer, als ein KFZ. Trotzdem hörst Du von dramatischen Flugzeugabstürzen und Du misstraust dem Flieger mehr als dem Auto.
  • Was ist tödlicher: Ein Hai oder ein Selfie? In deinem Kopf manifestiert sich das Bild eines Überlebenskampfes – Mensch gegen Tier. Tatsächlich starben 2015 mehr Menschen beim Versuch, an Bild von sich selbst zu knippsen.
  • Wenn Mitspieler im Kasino neben Dir öfters Gewinne erziehlen, wirst Du die generellen Gewinnchancen des Glücksspiels höher einschätzen.
  • Existieren mehr Wörter mit dem Buchstaben “R” am Anfang oder an dritter Stelle des Wortes? Wörter mit “R” am Anfang kannst Du dir leichter vorstellen. Tatsächlich ist zweiteres der Fall. Na gut, zumindest in der Englischen Sprache und wir haben den Buchstaben großgeschrieben, was Dich zusätzlich primt.

Repräsentativitätsheuristik

Bei der Repräsentativitätsheuristik stützt sich unser Verstand auf ihm bekannte Proto- und Stereotypen. Wir schätzen Situationen falsch ein, wenn gegebene Fakten einem gängigen Vorurteil entsprechen. Anderst gesagt: Unser Gehirn liebt Geschichten. Dabei vergisst es Grundlagen z.B. der Mengelehren und lässt Wahrscheinlichkeiten völlig außer Acht.

Beispiele: Repräsentativitätsheuristik
  • Der Klassiker: Linda setzt sich für Frauenrechte und Emanzipation ein. Welche Beschreibung ist wahrscheinlicher? Linda ist Juristin – oder – Linda ist Juristin und Feministin. Rein aus rationaler Sicht ist ein Kriterium wahrscheinlicher, als ein Kriterium plus einem Zusatz.
  • Die Lottozahlen: Eine Ziehung mit 333333 klingt äußerst unwahrscheinlich. Rein aus Wahrscheinlichkeitsrechnung ist sie aber genau so möglich wie jedes andere Ergebnis.

Ankerheuristik

Während Deiner Urteilsfindung können Dich auch Anker beeinflussen. Über den Priming Effekt können völlig sinnlos oder willkürlich gennante Zahlen Deine Einschätzung verzerren. Der Anker bildet also unterbewusst einen Ausgangspunkt für Deine Schätzung, obwohl er mit dem Sachverhalt nichts zu tun hat

Beispiele Ankerheuristik
  • Bitten wir Dich, einen Preis für eine Flasche Wein zu nennen, wirst Du sie teuerer einschätzen, wenn wir Dir zuvor die Zahl 10 nennen, als wenn Du die Zahl 1 vorgezeigt bekommst.
  • Wie alt war Einstein als er starb? Oder: Einstein wurde keine 100 Jahre, wie alt verstarb er? Bei der zweiten Frage würdest Du sein Alter höher schätzen.

Risiko aus Sicht der Finanzwelt

Gewinnkalkulation

Die Methodik der Risikoanalyse kann übrigens auch für Gewinnrechnung verwendet werden. Verwende statt der Schadenshöhe einfach den Betrag für prognostizierte Gewinne und multipliziere den Wert mit der Eintrittswahrscheinlichkeit. Durch diese Herangehensweise wird es Dir möglich sein, potentielle Gewinne möglichen Risiken gegenüberzustellen.

Risikoindikator – Rendite

Rendite, also der Gewinn bei Finanzgeschäften, kann ebenfalls als Risikofaktor gesehen werden. Wie in unserem Investmentmöglichkeiten Artikel erläutert, steht die Rendite als Indikator für das Risiko einer Investition. Desto größer das Wagnis, umso mehr Gewinne kannst Du erwarten. Stelle der Rendite die Risikofaktoren aus deiner Risikoanalyse gegenüber und entscheide so, wo und ob du investieren solltest.

Natürlich bildet die Rendite nicht den tatsächlich Ertrag ab, sondern gibt nur die zu erwartende Verzinsung Deines Kapitals an. Der Effektivzins (also tatsächliche Gewinne) entscheiden über die Rentabilität Deiner Investition.

INFO: Kahnemans Forschungen zugrunde werden Verluste emotional höher bewertet als dieselbe Summe als Gewinn – der durchschnittliche Mensch gilt also als verlustscheu. Mögliche Verluste werden bei einer 50% Gewinnchance erst bei einer 1,5 bis 2,5 fachen Gewinnsume in Kauf genommen. Vereinfacht muss der erzielbare Gewinn doppelt so hoch sein, wie ein drohender Verlust. (z.B. Einsatz 100 €, Gewinn 200 €, Chance 50:50) Mit steigenden Einsätzen steigt der sogennante Verlustaversionskoeffizient, also die Abneigung Risiken einzugehen.2,3

Risikoanalyse ist ein Prozess

Wir wollen nochmals verdeutlichen: Die Risikoanalye als Teil des Risikomanagements ist eine wiederkehrende Aufgabe. Grundlagen früherer Beurteilungen können sich ändern und müssen zyklisch geprüft werden. Ganz nach dem Vorbild einese KVP (kontinuierlicher Verbesserungsprozess) kannst Du daran arbeiten, deine Risiken so gering wie nötig/gewünscht zu halten.

Du bist Blogger und Deine meisten Besucher kommen über eine Social Media Plattform? In Zeiten steigender Nutzerzahlen kein Problem. Behalte allerdings neue Technologien im Auge, welche einen sicheren Anker schnell zu einem Risikofaktor wandeln und halte adequate Gegenmaßnahmen parat.

Fazit

Wir können es nur immer wieder predigen: Hüte Dich vor Scharlatanen, Büchern oder selbsternannten Gurus, welche mit garantierten Gewinnen und pfiffigen Sprüchen à la “Investiere wie die Reichen” werben. Du solltest selbstständig Risiken und mögliche Gewinne abwägen können. Dabei muss für Dich privat gesehen eine komplexe Risikoanalyse nicht die erste Wahl sein aber als eine gute Visualisierung für “offene Baustellen” taugt sie allemal.

Tipps für Anwendbarkeit im Alltags

Risikoanalysen werden in den verschiedesten Gewerken eingesetzt. Abwandlungen findest Du in Portfolioanalysen, im Arbeitsschutz, im Banken- sowie Versicherungssektor, als Teil des Kontinuitätsmanagements etc.

Was bedeutet das für Deinen Alltag? Inwiefern kannst Du diese Ansätze der Risikoanalyse nützen? Egal ob bei Finanzen oder Frauen – unterbewusst wägst Du immer das Risiko ab. Vielleicht hast Du Angst vor Abweisung, wenn Du eine Frau ansprichst oder Dir unterlaufen erwähnte heuristische Fehler. Gerade bei der Partnersuche hindern Dich Verzerrungen in der Wahrnehmung. Du solltest solche Effekte erkennen können und das Risiko nicht falsch einschätzen. Du wirst staunen, wie oft uns psychologische Effekte hindern, obwohl wir tatsächlich “nichts zu verlieren” haben.

Schlussendlich, was sind Deine persönlichen Risiken? Versuche sie zu quanitifizieren und zu analysieren. Gerne kannst Du Deine Erfahrungen mit uns in den Kommentaren teilen.

Quellen

1Tversky, A., & Kahneman, D. (1974). Judgment under uncertainty: Heuristics and biases. science, 185(4157), 1124-1131.

2Daniel Kahneman (2016) – Schnelles Denken, langsames Denken – ISBN 978-3328100348

3Novemsky, N., & Kahneman, D. (2005). The boundaries of loss aversion. Journal of Marketing research, 42(2), 119-128.

Exkurs: Brainstorming Auffrischung

Pietro

Als Gründer und Autor hinter gentality.com schreibe ich leidenschaftlich Blogs zum Thema - Psychologie, Ökonomie und zwischenmenschliche Beziehung. Hinter unserem Handeln stecken mal mehr, mal weniger komplizierte Beweggründe. Sie zu verstehen, kann unsere Sicht auf die Dinge verändern und unseren Handlungsspielraum erweitert. Wer die Welt versteht, kann bewusst auf seine Umwelt reagieren.

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