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Frauen und Geld – Warum die pure Anwesenheit von Geld Deiner Beziehung schaden kann

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Frauen und Geld – Warum die pure Anwesenheit von Geld Deiner Beziehung schaden kann

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Frau und Mann mit Kreditkarte

Hast Du Dich mit Deiner Partnerin schon mal aufgrund des Themas Geld in die Haare bekommen? Oder wird Dir unterstellt, du seist geizig? Geld regiert die Welt – sollte aber Deine Beziehung nicht beherrschen. Welche Stolpersteine Du beim Thema Frauen und Geld vermeiden kannst und warum Menschen bei Anwesenheit von Geld eigenartig reagieren, erfährst Du hier.

Warum ist Geld so ein sensibles Thema?

Die Thematik rund ums Geld ist tief in uns verankert. Bereits weit vor Christus handelten die Menschen mit Währungen die aus Muscheln oder Metallen bestanden. Damals wie heute, wird finanzielle Stärke mit Sicherheit verknüpft. Wer Geld besitzt, sichert sein Überleben. Gerade Frauen suchten sich vor der Zeit der Emanzipation Partner, die eine finanzielle Absicherung boten. Auch aktuell löst das Thema Frauen und Geld noch tiefgründigere und eigenartigere Verhaltensweisen aus. Wie Dr. Dan Ariely es nennen würde, wir verhalten uns vorhersehbar unvernünftig (Predictably Irrational). Doch wieso? Hier ein paar psychologische Erklärungsversuche:

1. market values – wirtschaftliche Denkweise

Solbad Geld im Spiel ist, wechselt unser Verstand in den wirtschaftlichen Denkmuster-Modus und wendet Regeln der Finanzwelt an. Als Beispiel: biete ich Dir einen Wein im Wert von ca. 35 € an oder direkt die Summe in Bar, wirst Du Dich vermutlich für das Geld entscheiden. Nun stell Dir vor, als Geschenk für Deine Angebetete organisiert Du einen elden Tropfen Wein. Sie wird sich vermutlich über das Geschenk freuen. Aber wehe Du überreichst die 35 € in Bar – was rational betrachtet, die bessere Wahl wäre. Schnell wirst Du einen Korb kassieren und die Frau fühlt sich gekränkt. Kaum sind auch nur ein paar Cent im Spiel, verknüpft unsere Denkweise die Handlung mit einem wirtschaftlichen Handel. Wir fühlen uns plötzlich käuflich.

Als Schlussfolgerung kannst Du aus dieser Lektion ziehen: Vermeide die Kombination Frauen und Geld. Mach Frauen und Geschenke daraus. Versuche die Verbindung zu einem Geldwert zu vermeiden, auch wenn Du gern damit prahlen würdest. Geschenke implizieren meist einen wohlwollenden Gedanken, deren wahrer Wert nicht mit dem tatsächlichen Kaufpreis gemessen werden kann.

2. social values – soziale Denkweise

Das Gegenteil der market values sind soziale Werte. Gerade diese mentale Einstellung bildet die Grundlage für freiwillige Beschäftigungen. Würden freiwillige Helfer mit einem kleinen Entgeld “belohnt”, würde sich die soziale Arbeit schnell zu einem Job mit Hungerlohn entwickeln und Unzufriedenheit stiften. So auch in Deiner Beziehung. Versuche nicht jede nette Geste mit einer Belohung zu erwidern. Hilfe erfüllt den Freiwilligen nur, wenn er keine direkte Gegenleistung für seine “Arbeit” bekommt.

Für Deine Beziehung bedeutet das: lerne auch mal zu Genießen. So paradox das auch klingen mag. Geben und Nehmen stellt eine wichtige Basis für jede Beziehung dar. Nur sollte deren Wechselwirkung kein direkt Austausch sein. Unter dem Strich sollte natürlich eine Balance herrschen und auch Du solltest Deinen Teil in der Beziehung leisten. Also Zusammengefasst, verwende Ausdrücke wie “Weil Du heute so lieb warst…” in Kombination mit Belohungen – Konsumgüter (Schmuck) oder -dienstleistungen (Essen gehen) – sparsam. Schnell wird diese Art der Belohnung zur Gewohnheit. Nebenbei, hinter jeder konsumorientierten Belohung versteckt sich ein Geldbetrag, der gewertet werden kann. Mehr dazu in Punkt 5.

3. Priming

Auf Geld geprimte Menschen verhalten sich egoistischer. Studien zeigen, alleine durch das Lesen dieses Artikels wirst Du anderen Menschen tendenziell weniger unter die Arme greifen, als Du es sonst tun würdest. Unterbewusst wurdest du auf Geld geprimt und bei einer hinfallenden Person wärst Du vergleichsweise weniger hilfsbereit. Nicht nur Worte primen. Geldscheine, Münzen, unser Investmentartikel und ja, alleine der Gedanke an einen Geldkoffer kalibrieren Dein Gehrin auf Geld. Genau so können Gespräche über die letzten Rechnungen Fauen auf Geld primen.

Für Dich soll das bedeuten: Auch wenn Du auf Deine Finanzen achten musst, denke nicht ständig an Geld und Preise. Dein Partner wird Dein unterschiedliches Verhalten instinktiv wahrnehmen, wenn Du Dich von ständigen Geldgedanken löst. Zusätzlich wirst Du Dich weniger gestresst fühlen. Vermeide ebenfalls Deinen Partner auf Geld zu primen (z.B. durch ständige Gespräche über offene Rechnungen). Es wird Deiner Beziehung eine gewisse Leichtigkeit verpassen. Was Priming genau bedeutet, erfährst du hier.

4. Geld als Motivator

Geld ist ein denkbar schlechter Motivator, da er nur sehr zeitlich begrenzt wirkt. Eine Gehaltserhöhung wirst Du schneller als selbstverständlich erachten, als andere Boni oder Verbesserungen am Arbeitsplatz. Ein tolles Geschenk zu einem Geburtstag wird dem Beschenkten länger in Erinnerung bleiben als z.B. 30 € in Bar. Denke einfach an Deine letzten Geschenke. Einen Fallschirmsprung wirst Du nie Vergessen aber der 50 € Schein der Tante ist schnell verflogen. (Oder waren es doch nur 20 €?)

Was wir Dir damit sagen wollen: Offensichtlich Erkauftes währt nicht lange. Beziehungen von Sugardaddys – die Klassiker von Frauen und Geld Beziehungen – fußen genau auf diesem kurweiligen Prinzip. Nur der ständige Geldfluss hält die Beziehung aufrecht. Erkaufe auch Du Dir Deine Beziehung nicht mit offensichtlich teuren Geschenken oder Reisen. Die daraus resultierende Bindung wird nur kurzfristig währen. Sei nicht der Samariter der alle Rechnungen übernimmt. Diese Situationen schaffen finanzielle Abhängigkeiten, welche ein enormes Konfliktpotential bergen und die Grundlagen für viele Beziehungskrisen bildet. Ein Gentleman versucht keine Dame zu binden, vielmehr ist er darauf aus, immer die beste Wahl zu sein.

5. Geld wertet

Marktnormen und Geld besitzen eine Gemeinsamkeit. Sie verwenden Zahlen. Und genau jene Zahlen werden von uns instinktiv unterbewusst gewertet. Preise geben uns die Möglichkeit Vergleiche aufzustellen. Sollte der Wert eines Geschenkes bekannt sein, kann das ein Vorteil sein – zumindest wie erwähnt nur ein kurzfristiger. Aber was ist mit offensichtlich vergleichbaren Preisen in einem Restaurant, bei Schmuck oder gar einer Reise? Hast Du schon einmal den Spruch “Mehr bin ich Dir nicht wert?” gehört? Na gut, halte Dich prinzipiell von Menschen fern, welche sich solchen Formulierungen bedienen.

Aber die Macht des Geldes treibt uns in einen Widerspruch. Wir wählen Geschenke zunächst nicht aufgrund des Preises. Erst im zweiten Schritt bemssen wir, ob uns die Ware oder die Dienstleistung den Geldbetrag wert ist. Wir beziehen unsere Wertung prinzipiel auf den Gegenstand, nicht auf die andere Person. Zur Entscheidung beziehen wir auch andere Faktoren mit ein, wie etwa die eigene Lebens- bzw. Finanzsituation, den Anlass oder unsere Bedürfnisse und Wünsche. Viele Menschen neigen aber leider dazu, diesen Wert auf sich selbst zu beziehen. Du vergibst also unvermeindliche Bewertungen für Euer Verhältnis und lässt diese Zahl fiktiv über jeden Kopf schweben. Geübte Gegenüber haben ein Talent entwickelt, diese Wertung zu erspüren. Versuche Geld und Preise so gut wie möglich in Gesprächen zu vermeiden.

Geiz ist keinesfalls geil

Auch beim Thema Frauen und Geld gilt – Geiz ist eine gesellschaftlich nicht geschätzte Charaktereigenschaft. Warum meinst Du werden in gewissen Restaurant eigene “Damen-Speisekarten” ohne Preisangaben angeboten? Dies hat nichts mit Diskriminierung zu tun, sondern einfach den Grund, dass die Frau ihre Speise nach Geschmack wählt und nicht vom Preis manipuliert wird. Natürlich entspringt dieser Ansatz finanzieller Natur aber er beachtet unsere 5 Frauen und Geld Ansätze.

Umgangssprachlicht spricht man von “in eine Beziehung und Freundschaften zu investieren”. Dies meint nicht nur Zeit, sondern auch hin und wieder eine kleine Aufmerksamkeit. (welche heutzutage fast ausschließlich mit Geld erworben werden muss). Wie in Punkt 2 (soziale Denkweise) erwähnt, vermeide direkte Tauschhandel. Trotzdem sind Investitionen keine Einbahnstraße. Achte darauf, dass Aufmerksamkeiten auf Gegenseitigkeiten beruhen. Vernachlässige Deinen Partner nicht und auch Du kannst von Deinem Gegenüber etwas erwarten. Also Vorsicht bei einseitigen Beziehungen! Wohlmöglich erkaufst Du Dir wie in Punkt 4 unbewusst ihre Zuneigung.

TIPP: Rechnungen zu Teilen ist in Ordnung aber versuche es einmal hiermit: Zahle Du die komplette Rechnung und lass die nächste von Deinem Partner begleichen. Unter dem Strich bezahlt Ihr Beide etwa gleich viel und die einmalige Einladung wirkt viel zufriedenstellender als Teilbeträge. Diesen Effekt nennt man übrigens “Die Macht von Gratis” und funktioniert auch Prima im Freundeskreis.

Lerne Nein zu sagen

Frau VS Geld
Frau oder Geld – zwei Gegensätze?

Ein Mythos hält sich eisern: Frauen und Geld – zwei Gegensätze? Wir sagen: Nein, nicht unbedingt. Zumindest solange Du die zwei Themen rational trennen kannst. Deine Freundin verlangt von Dir alle Rechnungen zu begleichen, da Du ja mehr Geld verdienst? Nein, auch Dein Partner darf sich an Eurem finanziellen Leben beteiligen. Vorallem langfristig bedarf es einer Balance, wenn auch das Verhältnis nicht 50:50 sein muss. Der Mensch neigt dazu, Dinge zu schätzen, die er selbst bezahlt. Alles andere wird schnell Alltag.

Überhäufe Deine Freundin auch nicht jeden Tag mit einem Geschenk. Vor allem wenn du einen selbstständigen Partner willst. Schnell wird dieses emotional gesteuerte Verhalten zur Gewohnheit. Eine negative Entwicklung die schlussendlich nur beide Partner enttäuschen kann. Dir fehlt die nötige Anerkennung und Dein Partner fühlt sich schnell im Stich gelassen, wenn plötzlich Zahlungen aufhören. Besonders bei Paaren mit sehr unterschiedlich hohen Einkommen kann sich die Gefahr der finanziellen Abhängigkeit entwickeln. Sei also souverän, dosiere von Anfang an Deine Zahlungen und mache Deinem Partner gezielt Freude.

TIPP: Vergleiche die Geschenkssituation mit Weihnachten. Erfüllen sich Deine Wünsche bereits Tage zuvor, verliert der Weihnachtsabend bzw. dessen Geschenke ihren Reiz. Geduld und Vorfreude lassen uns Präsente schätzen. Davon abgesehen darfst Du natürlich Deinen Partner öfters als nur einmal im Jahr beschenken.

Gleichbehandlung

Natürlich sprechen wir mit diesem Artikel auch unsere weiblichen Leser an. Aus Freundes- und Bekanntenkreise wissen wir, dass auch Frauen in die negative Bezahlungs-Spirale hineingeraten können. Aus Frauen und Geld wird dann schnell Männer und kein Geld. Also ladet euren Partner hin und wieder gerne mal ein. Aber baut die Beziehung nicht auf finanzieller Abhängigkeit auf.

Gemeinsame Finanzen

Solltest Du und Dein Partner ein gemeinsames Konto führen? Grundsätzlich können wir Euch diese Entscheidung nicht abnehmen. Aber wir empfehlen: lernt zuerst zusammen zu sparen. Legt auch Geld auf die Seite und spart gemeinsam auf einen Urlaub oder gönnt Euch einen Aufenthalt im SPA (Empfehlung: bucht eine Massage).

Allerdings auch hier eine kurze Warnung: Natürlich darfst Du mit Deiner Freundin über Finanzen sprechen. Doch wie erwähnt können ständige – vor allem negative – Gespräche über Geld Deinen Partner verunsichern und Deine Attraktivität als Lebenspartner darunter leiden.

Frau und Mann sparen

TIPP: Schon mal über “wer zahlt die täglichen Rechnungen” gezankt? Eröffnet gemeinsam ein digitales Konto und überweist monatlich einen bestimmten Betrag. Meist sind diese Konten kostenlos und Ihr Beide habt immer alle Ausgaben im Blick. Den Rest, der am Monatsende übrig bleibt, spart Ihr zusammen und gönnt Euch bei Zeiten etwas.

Fazit

Gerade beim Thema Frauen und Geld sprechen wir aus Erfahrung. Zu oft endete eine Beziehung im Frust, da das wachsende Verlangen nach Mehr nicht mehr gestillt werden konnte. In einer gesunden Beziehung leisten beide Partner Ihren Beitrag. In welcher Form auch immer. So ist auch finanzielle Abhängigkeit nicht absolut zu verteufeln, denn Familien mit Hausfrau/Hausmann-Rollen funktionieren nur so. Diese Beziehungen bauen vor allem auf gegenseitige Wertschätzung.

Egal in welcher Form Du Deine Beziehung auslebst, in einer gleichberechtigten Welt verstaubt das alte Bild des Gentlemans, der seine Dame immer einlädt. Zusammenfassend kann also festgehalten werden: Geiz ist nie gern gesehen aber eine gezielte Zuneigung hier und dort belebt die Beziehung. Oder was meinst Du? Hast Du Ergänzungen oder Erfahrungen mit Frauen und Geld, dann lass es uns in den Kommentaren wissen.

Zum Schluss sei erwähnt, dass Grundlagen der Verhaltensforschung nicht immer unsere Meinung widerspiegeln. Aber dass tief in uns verankerte Verhaltensmuster existieren, die sich über Jahrtausende entwickelten und uns teilweise steuern, sollten wir nicht ignorieren.
Zusätzlich begrüßen wir keinesfalls die Vorstellung geldhungriger Frauen. Klischees bilden nur in den seltesten Fällen die Realität ab und können gefährlich sein.

Quellen

ARIELY, Dan. Predictably irrational. New York: HarperCollins, 2009.

TIPP: Dieses Buch ist auch als Hörbuch auf Audible verfügbar.

Pietro

Als Gründer und Autor hinter gentality.com schreibe ich leidenschaftlich Blogs zum Thema - Psychologie, Ökonomie und zwischenmenschliche Beziehung. Hinter unserem Handeln stecken mal mehr, mal weniger komplizierte Beweggründe. Sie zu verstehen, kann unsere Sicht auf die Dinge verändern und unseren Handlungsspielraum erweitert. Wer die Welt versteht, kann bewusst auf seine Umwelt reagieren.

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